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Buchneuerscheinung zum Thema Pflanzenpilze

 

Faszinierende Pflanzenpilze

Erkennen und Bestimmen

Julia Kruse

„Pflanzenpilze sind eine faszinierende und bemerkenswert artenreiche Gruppe innerhalb der Pilze. Wenn im Garten mal wieder die Kürbispflanzen schneeweiß überzogen sind oder der Birnenbaum vorzeitig seine Blätter mit auffällig großen runden Blattflecken fallen lässt, dann haben wir es mit Pflanzenpilzen zu tun. Allein in Deutschland sind mehrere tausend Arten bekannt. An fast jeder Pflanzenart kann mindestens ein Pflanzenpilz vorkommen, stellenweise sogar mehrere. Der Pilz lebt als Parasit auf lebenden Organen der Wirtspflanze und ernährt sich von ihr. Dieses durch brillante Bilder unterstützte Bestimmungsbuch stellt die ca. 500 wichtigsten und auffälligsten in Deutschland vorkommenden Pflanzenpilzarten vor und gibt weiterhin noch zusätzliche Informationen zur Biologie und Ökologie dieser Arten. Ein herausragendes Werk für Pilz- und Pflanzenfreunde, Gärtner, Land- und Forstwirte, Biologen sowie Naturschützer!“

Erscheinungsdatum: November 2018

 

Fotos aus dem Programm von Quelle & Meyer, Neuerscheinungen im zweiten Halbjahr 2018.

Es ist vollbracht, die Vorschau zu meinem Buch ist nun endlich auf der Seite von Quelle & Meyer verfügbar.

Ich hatte schon länger die Idee ein Buch für Einsteiger zu schreiben, um jedem Naturgucker, Biologen, Naturinteressieren, Botaniker und auch Mykologen dieses Thema näher zu bringen. Es ist eine Pilzgruppe die immer noch sehr wenig beachtet wird. Für viele handelt es sich dabei einfach nur um Schadorganismen die es zu bekämpfen gilt. Aber phytoparasitische Kleinpilze sind viel mehr und verdienen die Anerkennung als eigene Organismengruppe, die es auch zu schützen gilt. Die wenigen Parasiten die im Garten- und Landschaftsbau schädlich sind, sind nichts im Vergleich zu den zahlreichen Arten die einen in der Natur draußen erwarten. Man kann auf fast jeder Pflanzenart mindestens einen Pilz finden. Um diesen zu bestimmen, muss allerdings erstmal die Wirtspflanze bestimmt werden. Hier beginnt wohl auch das grundlegende Problem, weshalb viele diese Thematik eher scheuen. Botaniker beachten diese Pilzgruppe zu wenig, vielleicht auch weil sie gar nicht wissen dass es sie gibt und wie interessant sie eigentlich ist und Mykologen scheuen die Pflanzen/Wirtsbestimmung (natürlich gibt es auch Ausnahmen).

Mein Buch soll den Einstieg in die Materie erleichtern und das Bewusstsein für das Vorkommen dieser Gruppe wecken. Man sieht nur das was man kennt und das stimmt. Bevor ich mich vor nun schon mehr als 10 Jahren angefangen habe mit dieser Thematik intensiver zu beschäftigen habe ich immer nur „Gesunde“ Pflanzen gesehen, die „Kranken“ habe ich gar nicht beachtet scheinbar. Das Buch kann natürlich nicht alle in Deutschland vorkommenden Phytoparasiten enthalten. Dies war auch gar nicht Ziel oder Intention meines Buches. Ich wollte die Lücke zwischen dem Einsteiger und dem Gebrauch vom Klenke & Scholler (2015) schließen. Mein Buch bildet ungefähr 500 verschiedene Phytoparasiten aus unterschiedlichsten Gruppen (Falsche Mehltaue, Echte Mehltaupilze, Brandpilze, Rostpilze und weitere) mit makroskopischen Fotos/Detailaufnahmen ab. Die Auswahl der Arten habe ich basierend auf meinen Erfahrungen getätigt. Es werden zum einen alle häufigen oder verbreiteten Arten abgebildet, die man regelmäßig finden kann, außerdem auch seltene auffällige Arten. Verwechslungsmöglichkeiten der jeweiligen Pilze sind immer im Text genannt. Ich habe bewusst auf die Darstellung von mikroskopischen Merkmalen verzichtet, da ich einen Feldführer schreiben wollte und niemanden abschrecken möchte. Ein Mikroskop braucht man wenn man mit Phytoparasiten anfangen möchte nicht zwingend, es reicht erstmal überhaupt ein Bewusstsein für diese Gruppe zu entwickeln und vielleicht hier und da mal einen Fund näher zu betrachten. Ich habe mich bemüht immer den Wirt abzubilden, auf dem die Art auch am häufigsten gefunden wird.

Das Buch hat einen kleinen Einleitungsteil, in dem die verschiedenen Gruppen der Pflanzenparasiten vorgestellt werden. Um diese Pilze zu bestimmen ist es nämlich von Vorteil die Merkmale der Gruppen zu lernen um schon im Feld einen Brandpilz von einem Rostpilz unterscheiden zu können (das gelingt einem nach etwas Übung). Informationen zur Biologie werden natürlich auch gegeben, sowie ein kleines Kapitel zur Bestimmung und Sammeln der Arten. Ein Schlüssel zu den Hauptgruppen rundet das ganze ab. Weiterhin habe ich ein Kapitel über Phytoparasiten im Garten erstellt, indem die häufigsten Arten aufgezeigt werden. So kann jeder Interessierte sich erstmal über die Pilze im eigenen Garten an diese Thematik herantasten.

Den größten Anteil im Buch nimmt natürlich der Bestimmungsteil ein. Sortiert ist dieser nach dem wissenschaftlichen Namen der Wirtspflanzen/Gattungen, die deutschen Namen sind aber ebenfalls gelistet und finden sich auch im Register mit den entsprechenden Seitenzahlen wieder. Innerhalb der verschiedenen Wirtspflanzen sind die Pilze nach Pilzgruppe und alphabetisch sortiert (Brandpilze, Echte Mehltaupilze etc.). Um den Einstieg zu erleichtern sind auch die Phytoparasiten mit deutschen Artennamen versehen. Einige Namen davon sind schon lange gebräuchlich, andere wiederum wurden für dieses Buch neu aufgestellt. Zu den jeweiligen Arten werden neben Habitus und Detailfotos Informationen zum Erscheinungsbild, jahreszeitlichem Vorkommen, Wirtspflanzen, Häufigkeit und Verwechslungsarten gegeben.

Das Buch hat ein umfassendes Register mit allen wissenschaftlichen und deutschen Namen die im Buch auftauchen. Abgerundet wird das Buch mit einer phänologischen Tabelle, aus der man das jahreszeitliche Vorkommen der einzelnen Arten ablesen kann.

Ich hoffe dass ich mit diesem Buch bei vielen von Euch das Interesse für dieses „Stiefkind der Mykologie“ wecken konnte und das der eine oder andere von Euch jetzt Lust bekommen hat sich mit der Thematik zu beschäftigen.


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Herzlich Willkommen!

 

Auf dieser Seite soll nach und nach eine Übersicht über die Arten der (obligat) pflanzenparasitischen Kleinpilze entstehen. Es handelt sich dabei um Pilze, die auf lebendem Pflanzengewebe vorkommen und sich davon ernähren. Man kennt sie gemeinhin z.B. unter Rostpilze, Echter Mehltau oder Falscher Mehltau. Die meisten dieser pflanzenparasitischen Kleinpilze sind hochgradig wirtsspezifisch, d. h. sie befallen meist nur eine bestimmte Pflanzenart oder Wirtsgattung. Phytoparasiten haben wichtige regulatorische Funktionen im Gleichgewicht der Ökosysteme, weil sie durch ihren Befall einen Populationsdruck ausüben. Weiterhin gibt es z.B. Marienkäfer, welche sich ausschließlich von Echten Mehltaupilzen ernähren.

Neben ausführlich bebilderten Portraits mit mikroskopischen und makroskopischen Details der Pilze, finden Sie auch weitere Informationen zu möglichen Entwicklungsstadien oder Problemen bei der Artabgrenzung.

Die Seite wird stetig ausgebaut. Das Hauptaugenmerk liegt derzeit auf der Darstellung der vier Hauptgruppen (Rostpilze, Brandpilze, Echte Mehltaupilze und Falsche Mehltaue), die anderen Gruppen werden dann folgen. Derzeit sind in etwa 360 verschiedene Rostpilze, 120 Brandpilze, 115 Echte Mehltaupilze, 125 Falsche Mehltaue, 11 Hyperparasiten und 17 Wucherlinge mit insgesamt 1350 Pilz-Wirt-Kombinationen abgebildet.

Der Großteil der Fotos auf dieser Seite wurde auf zahlreichen privaten Exkursionen mit der Olympus FE 120 angefertigt. Die Mikroskopfotos sind frei Hand durch das Okular vom Seben SBX-5 aufgenommen. Mittlerweile bin ich auf die Panasonic LX-7 umgestiegen.

Die Einschätzungen zu den Häufigkeiten der Kleinpilze bassiert auf eignen Erfahrungen, Literaturauswertungen und dem Austausch mit befreundeten Mykologen.

Bei Kritik, Anmerkungen oder auch Korrekturen von Bestimmungen, erreichen Sie mich unter folgender Email-Adresse:

jules_hp@gmx.de

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