Coleosporium euphrasiae

Coleosporium euphrasiae (Schumach.) G. Winter

(Synonyme: – )

Wirt: Grannen-Klappertopf (Rhinanthus glacialis Personnat)

Habitus

Uredien lebhaft orange, pulverig, auf der Blattunterseite

Oft gruppenweise angeordnet

Detail der Uredien; Telien orangerot, wachsartig, krustig

OLYMPUS DIGITAL CAMERAUredosporen rundlich oder oval, 19-24 x 15-17 µm

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWarzig

Mikroskopische Merkmale: siehe Rhinanthus angustifolius (Teliosporen)

Sporulationszeitraum: Mai – August

Fundort: z.B. Deutschland, Bayern, Oberbayern, Lkr. Berchtesgadener Land, Ramsau, Wimbachtal, 27.07.2010.

Wirtsspektrum: 0,I: Pinus, II,III: Euphrasia, Odontites, Rhinanthus

Bemerkung: Dieser Rostpilz vollführt einen Wirtswechsel. Während auf Kiefer (Pinus) die Spermogonien und Aezien gebildet werden, wechselt der Pilz im Sommer auf verschiedene Vertreter der Sommerwurzgewächse, wie z. B. Rhinanthus, um dort seine Entwicklung mit der Ausbildung von Uredien und Telien zu vollenden.

Zerstreut auf diesem Wirt in Deutschland (Klenke & Scholler 2015, eigene Beobachtungen), vor allem Alpen.

Verwechslungsarten: Keine.


Gäumann, E. (1959): Die Rostpilze Mitteleuropas mit besonderer Berücksichtigung der Schweiz. – Beiträge zur Kryptogamenflora der Schweiz 12: 110f.

Klenke, F., Scholler, M. (2015): Pflanzenparasitische Kleinpilze. Bestimmungsbuch für Brand-, Rost-, Mehltau-, Flagellatenpilze und Wucherlingsverwandte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. – Berlin, Heidelberg: Springer Spektrum: 687.