Coleosporium euphrasiae

Coleosporium euphrasiae (Schumach.) G. Winter

(Synonyme: – )

Wirt: Steifer Augentrost (Euphrasia stricta D. Wolff ex J. F. Lehm.)

Habitus

Uredien lebhaft orange, pulverig, auf der Blattunterseite

Telien orangerot, wachsartig, krustig; hier zwischen den Uredien

Uredien hier mit dem Hyperparasiten Ramularia coleosporii befallen

Mikroskopische Merkmale: siehe Rhinanthus angustifolius & Rhinanthus glacialis

Sporulationszeitraum: Mai – Oktober

Fundort: z.B. Deutschland, Mecklenburg-Vorpommern, Rügen, 30.09.2014.

Wirtsspektrum: 0,I: Pinus, II,III: Euphrasia, Odontites, Rhinanthus

Bemerkung: Dieser Rostpilz vollführt einen Wirtswechsel. Während auf Kiefer (Pinus) die Spermogonien und Aezien gebildet werden, wechselt der Pilz im Sommer auf verschiedene Vertreter der Sommerwurzgewächse, wie z. B. Rhinanthus, um dort seine Entwicklung mit der Ausbildung von Uredien und Telien zu vollenden.

Verbreitet auf diesem Wirt in Deutschland (Klenke & Scholler 2015, eigene Beobachtungen).

Verwechslungsarten: Keine.


Gäumann, E. (1959): Die Rostpilze Mitteleuropas mit besonderer Berücksichtigung der Schweiz. – Beiträge zur Kryptogamenflora der Schweiz 12: 110f.

Klenke, F., Scholler, M. (2015): Pflanzenparasitische Kleinpilze. Bestimmungsbuch für Brand-, Rost-, Mehltau-, Flagellatenpilze und Wucherlingsverwandte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. – Berlin, Heidelberg: Springer Spektrum: 390.