Coleosporium tussilaginis s.l.

Coleosporium tussilaginis (Pers.) Berk. s. l.

(Synonyme: Peridermium oblongisporum Fuckel)

Wirt: Latschen-Kiefer (Pinus mugo Turra)

OLYMPUS DIGITAL CAMERAHabitus

Coleosporium tussilaginis sl_Pinus mugo_JKruse (1)Lager werden an den Nadeln ausgebildet

Coleosporium tussilaginis sl_Pinus mugo_JKruse (2)Aecien orange, sackförmig, von einem dünnen Häutchen umgeben, dass bei Reife aufreißt

OLYMPUS DIGITAL CAMERAOrange Sporenmasse wird freigegeben

OLYMPUS DIGITAL CAMERAUredosporen rundlich bis oval

OLYMPUS DIGITAL CAMERAUredosporen 28-32 x 24-26 µm

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWand grobwarzig

Sporulationszeitraum: April – Juni

Fundort: z.B. Deutschland, Bayern, Oberallgäu, nähe Faistenoy, 03.08.2008.

Wirtsspektrum: 0,I: Pinus, II,III: diverse Dicotyle

Bemerkung: Dieser Rostpilz vollführt einen Wirtswechsel. Während auf Kiefer (Pinus) die Spermogonien und Aezien gebildet werden, wechselt der Pilz im Sommer auf verschiedene Wirtspflanzen, um dort die Entwicklung mit der Ausbildung von Uredien und Telien zu vollenden.

Ohne die Kenntnis des genauen Wirtswechsels sind Aezien auf Pinus nicht näher bestimmbar, weshalb diese Artengruppe angewandt wird.

Verbreitet auf diesem Wirt in Deutschland (Klenke & Scholler 2015, eigene Beobachtungen).

Verwechslungsarten: Keine.


Gäumann, E. (1959): Die Rostpilze Mitteleuropas mit besonderer Berücksichtigung der Schweiz. – Beiträge zur Kryptogamenflora der Schweiz 12: 128f.

Klenke, F., Scholler, M. (2015): Pflanzenparasitische Kleinpilze. Bestimmungsbuch für Brand-, Rost-, Mehltau-, Flagellatenpilze und Wucherlingsverwandte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. – Berlin, Heidelberg: Springer Spektrum: 631.