Melampsora arctica

Melampsora arctica Rostr.

(Synonyme: M. alpina Juel)

Wirt: Kraut-Weide (Salix herbacea L.)

Habitus

Sporenlager auf beiden Blattseiten; in der Literatur ist von meist unterseits die Rede

Uredien hellgelb bis orangegelb, pulverig

Uredien meist zahlreiche auf den Blättern ausgebildet

Uredosporen rundlich; Wand 2-4 µm dick

Wand der Uredosporen feinstachelig

Paraphysen kopfig, am Scheitel 3-7 µm verdickt; nicht länger als 70 µm

 

Sporulationszeitraum: Juni-Oktober

Fundort: z.B. Schweiz, Osten, Graubünden, Flims, Cassons, 30.07.2009.

Wirtsspektrum: 0,I: Saxifraga, II,III: Salix (alpine Zwergweiden)

Bemerkung: Dieser Rostpilz vollführt einen Wirtswechsel. Während auf Steinbrech (Saxifraga) im Frühjahr die Spermogonien und Aezien gebildet werden, wechselt der Pilz im Sommer auf Weide (Salix) um dort seine Entwicklung mit der Ausbildung von Uredien und Telien zu vollenden. Weidenroste sind meist schwierig zu bestimmen und mit den in der Literatur verfügbaren Schlüsseln kommt man oft nur zu unberiedigenden Ergebnissen. Eine Bestimmug ohne die Analyse der Telien ist oftmals nicht möglich.

Selten auf diesem Wirt in Deutschland (Klenke & Scholler 2015).

Verwechslungsarten: Rostpilze auf Weide sind oftmals schwer zu bestimmen. Es können weiter Arten mit runden Uredosporen mit dieser Art verwechselt werden. Melampsora laricis-epitea mit Wechsel zur Lärche (Larix) kann ebenfalls regelmäßig auf alpinen Weiden gefunden werden. Es lohnt sich nach befallenen Steinbrech-Arten in der nähe der befallenen Weiden zu schauen.


Gäumann, E. (1959): Die Rostpilze Mitteleuropas mit besonderer Berücksichtigung der Schweiz. – Beiträge zur Kryptogamenflora der Schweiz 12: 170f.

Klenke, F., Scholler, M. (2015): Pflanzenparasitische Kleinpilze. Bestimmungsbuch für Brand-, Rost-, Mehltau-, Flagellatenpilze und Wucherlingsverwandte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. – Berlin, Heidelberg: Springer Spektrum: 709.