Puccinia artemisiae-maritimae

Puccinia artemisiae-maritimae Fahrend.

(Synonyme: P. absinthii var. artemisiae-maritimae (Fahrend.) U. Braun)

Wirt: Strand-Beifuß (Artemisia maritima L.)

Habitus

Uredien als kleine punktförmige, zimtbraune und früh stäubende Lager auf der Blattunterseite; im Haarfilz oft schwer zu erkennen

Telien von gleicher Gestalt, aber schwarzbraun; auch am Stängel

Detail der Telien

Uredosporen rundlich bis ellipsoid, entfernt stachelig, 21-25 x 18-20 µm

Teliosporen zweizellig, mit flacher Papille am Scheitel, Seitenwand der Sporen 3 µm dick

Teliosporen 35-42 x 20-24 µm; lang gestielt

Sporulationszeitraum: Juli-Oktober

Fundort: z.B. D, Schleswig-Holstein, Kreis Schleswig-Flensburg, Kappeln, 28.08.2014.

Wirtsspektrum: II,III: Artemisia maritima, A. rupestris

Bemerkung: Dieser Rostpilz vollführt keinen Wirtswechsel und verkürzt seine Entwicklung auf die Ausbildung von Uredien und Telien.

Selten auf diesem Wirt in Deutschland (Klenke & Scholler 2015, eigene Beobachtungen).

Verwechslungsarten: Puccinia absinthii kann ebenfalls auf diesem Wirt vorkommen und sieht sehr ähnlich aus. Die Wand der Teliosporen ist bei P. absinthii allerdings maximal 2 µm dick.


Gäumann, E. (1959): Die Rostpilze Mitteleuropas mit besonderer Berücksichtigung der Schweiz. – Beiträge zur Kryptogamenflora der Schweiz 12: 1136.

Klenke, F., Scholler, M. (2015): Pflanzenparasitische Kleinpilze. Bestimmungsbuch für Brand-, Rost-, Mehltau-, Flagellatenpilze und Wucherlingsverwandte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. – Berlin, Heidelberg: Springer Spektrum: 149.