Puccinia caricis-montanae

Puccinia caricis-montanae E. Fisch.

(Synonyme: P. arenariicola var. caricis-montanae (E. Fisch.) Zwetko, P. nigrae-montanae Hasler)

Wirt: Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa L.)

Habitus

Aezien auf der Unterseite von auffälligen großen runden, meist gelblichen oder weinroten Blattflecken

Spermogonien blattoberseits in diesen Flecken als kleine runde Punkte ausgebildet

Aezien oft gruppenweise, meist ringförmig in kleinen Gruppen auf der Blattunterseite zerstreut

Aezien becherförmig, gelborange, mit becherförmiger, nach außen umgebogener und zerschlitzter Pseudoperidie

Mikroskopische Merkmale siehe Centaurea jacea

Sporulationszeitraum: Mai-Juni

Fundort: Italien, Südtirol, Vinschgau, Provinz Bozen, Überetsch-Unterland, 27.05.2016.

Wirtsspektrum: 0,I: Centaurea, II,III: Carex leporina, C. montana etc.

Bemerkung: Dieser Rostpilz vollführt einen Wirtswechsel. Während im Frühsommer auf Flockenblumen die Spermogonien und Aezien gebildet werden, wechselt der Pilz im Sommer zu diversen Seggen um dort mit der Ausbildung von Uredien und Telien seine Entwicklung zu vollenden.

Selten auf diesem Wirt in Deutschland (Klenke & Scholler 2015, eigene Beobachtungen). Die Art ist collin bis hochmontan.

Verwechslungsarten: Der Puccinia arenariicola-Komplex (Aezienbildende Rostpilze auf Flockenblume) ist noch unzureichend erforscht und es gibt Arealüberschneidungen. Bisher erfolgt die Unterscheidung vor allem auf Basis des Wechselpartners. Es gibt noch Puccinia arenariicola mit Wechsel zur Sand-Segge, Vorkommen planar und Puccinia scabiosae-sempervirentis auf der Skabiosen-Flockenblume mit Wechsel zur Immergrünen Segge, Vorkommen alpin.


Gäumann, E. (1959): Die Rostpilze Mitteleuropas mit besonderer Berücksichtigung der Schweiz. – Beiträge zur Kryptogamenflora der Schweiz 12: 668f.

Klenke, F., Scholler, M. (2015): Pflanzenparasitische Kleinpilze. Bestimmungsbuch für Brand-, Rost-, Mehltau-, Flagellatenpilze und Wucherlingsverwandte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. – Berlin, Heidelberg: Springer Spektrum: 268.