Puccinia cynodontis

Puccinia cynodontis Delacr. ex Desm.

(Synonyme:)

Wirt: Hundszahngras (Cynodon dactylon (L.) Pers.)

Habitus

Uredien rostbraun, länglich, meist zu längeren Streifen zusammenfließend; unterseits von gelblichen bis bräunlichen Blattflecken

Uredien früh nackt (=stäubend), von Resten der Epidermis umgeben

Uredien auch am Stängel

Uredosporen rundlich bis breit ellipsoid, hellbraun, 2 bis 4 Keimporen, meist äquatorial; Ornament sehr feinwarzig (fast glatt erscheinend)

Uredosporen 21-23 x 20-22 µm; Keimporen stellenweise von schwacher flacher und etwas helleren Papille bedeckt

Sporulationszeitraum: Juni-Oktober

Fundort: z.B. Spanien, Andalusien, Almeria: sö Retamar, 20.04.2015.

Wirtsspektrum: 0,I: Adonis, Mercurialis, Plantago und viele mehr, II,III: Cynodon

Bemerkung: Dieser Rostpilz vollführt einen Wirtswechsel. Während im Frühsommer auf diversen Wirtspflanzen die Spermogonien und Aezien ausgebildet werden wechselt der Pilz im Sommer auf Hundszahngras um dort mit der Ausbildung von Uredien und Telien seine Entwicklung zu vollenden. Der Pilz ist submediterran.

Nur historische Fund von diesem Wirt in Deutschland (Klenke & Scholler 2015).

Verwechslungsarten: Durch die runden Sporen mit dem sehr feinwarzigen Ornament gut von anderen Arten abzugrenzen. Puccinia coronata hat gelborange Uredien, P. graminis hat ellipsoid Uredosporen und P. desmazieresi hat grobwarzige Sporen.


Gäumann, E. (1959): Die Rostpilze Mitteleuropas mit besonderer Berücksichtigung der Schweiz. – Beiträge zur Kryptogamenflora der Schweiz 12: 738f.

Klenke, F., Scholler, M. (2015): Pflanzenparasitische Kleinpilze. Bestimmungsbuch für Brand-, Rost-, Mehltau-, Flagellatenpilze und Wucherlingsverwandte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. – Berlin, Heidelberg: Springer Spektrum: 330.