Puccinia magnusiana

Puccinia magnusiana Körn.

(Synonyme: )

Wirt: Gewöhnliches Schilf (Phragmites australis (Cav.) Trin. ex Steud.)

Habitus

Pilzlager unterseits von gelblichen, später bräunlichen kleinen Blattflecken

Telien kurz strichförmig, schwarzbraun, stäubend, von Resten der Epidermis umgeben

Detail der Telien

Teliosporen zweizellig, länglich bis keulenförmig, am Scheitel meist abgeflacht oder gerundet (auf bis zu 7 µm verdickt)

Teliosporen 44-60 x 18-20 µm

Sporulationszeitraum: Juni-Dezember

Fundort: z.B. Deutschland, Schleswig-Holstein, Kreis Schleswig-Flensburg, Kappeln, 28.08.2014.

Wirtsspektrum: 0,I: Ranunculus, II,III: Phragmites

Bemerkung: Dieser Rostpilz vollführt einen Wirtswechsel. Während im Frühsommer auf Hahnenfuß die Spermogonien und Aecien gebildet werden, wechselt der Pilz im Sommer zu Schilf um dort mit der Ausbildung von Uredien und Telien seine Entwicklung zu vollenden.

Verbreitet auf diesem Wirt in Deutschland (Klenke & Scholler 2015, eigene Beobachtungen).

Verwechslungsarten: Es gibt weitere Arten auf Schilf, die ähnlich aussehen können. Puccinia alnetorum ist die Schwesterart zu dieser und unterscheidet sich vor allem durch den zugespitzten Scheitel der Teliosporen, die Art ist selten und wechselt zu Waldrebe. Puccinia graminis bildet auffällige schmale und längliche Pilzlager aus, die von Resten der Epidermis umgeben sind; die Lager von P. phragmitis sind auffällig groß und polsterförmig. Puccinia coronata bildet orangefarbene Uredien aus und die Telien sind fest und lange von der Epidermis bedeckt, und P. isiacae bildet filzige Telien. Am häufigsten findet man Puccinia phragmitis und P. magnusii auf diesem Wirt in Deutschland.


Gäumann, E. (1959): Die Rostpilze Mitteleuropas mit besonderer Berücksichtigung der Schweiz. – Beiträge zur Kryptogamenflora der Schweiz 12: 631f.

Klenke, F., Scholler, M. (2015): Pflanzenparasitische Kleinpilze. Bestimmungsbuch für Brand-, Rost-, Mehltau-, Flagellatenpilze und Wucherlingsverwandte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. – Berlin, Heidelberg: Springer Spektrum: 622.