Puccinia urticae-hirtae

Puccinia urticae-hirtae Kleb.

(Synonyme: P. caricina var. urticae-hirtae (Kleb.) D. M. Hend., P. urticata var. urticae-hirtae (Kleb.) Zwetko)

Wirt: Behaarte Segge (Carex hirta L.)

Habitus

Lager unterseits von strichförmigen, gelben, orangen oder braunen Blattflecken

Uredien kurz strichförmig, zimtbraun, von Resten der Epidermis umgeben

Telien kurz strichförmig, schwarzbraun, von Resten der Epidermis umgeben

Uredosporen rundlich bis ellipsoid, stachelwarzig, Keimporen mit farbloser Kappe

Uredosporen 25-30 x 21-24 µm

Teliosporen zweizellig, 47-63 x 17-20 µm

Sporulationszeitraum: Juni – Oktober

Fundort: z.B. D, Schleswig-Holstein, Kreis-Rendsburg-Eckernförde, Barkelsby, 25.08.2016.

Wirtsspektrum: 0,I: auf Urtica, II,III: auf Carex hirta

Bemerkung: Dieser Rostpilz vollführt einen Wirtswechsel. Im Frühjahr/Frühsommer werden die Spermogonien und Aezien auf den Blättern der Brennnessel (Urtica) gebildet. Im Sommer/Spätherbst wechselt der Pilz auf Behaarte Segge (Carex hirta) um dort seine Entwicklung mit der Ausbildung von Uredien und Telien zu vollenden.

Verbreitet auf diesem Wirt in Deutschland (Klenke & Scholler 2015, eigene Beobachtungen).

Verwechslungsarten: Zahlreiche weitere Rostpilze auf Seggen; siehe Klenke & Scholler (2015).


Gäumann, E. (1959): Die Rostpilze Mitteleuropas mit besonderer Berücksichtigung der Schweiz. – Beiträge zur Kryptogamenflora der Schweiz 12: 623.

Klenke, F., Scholler, M. (2015): Pflanzenparasitische Kleinpilze. Bestimmungsbuch für Brand-, Rost-, Mehltau-, Flagellatenpilze und Wucherlingsverwandte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. – Berlin, Heidelberg: Springer Spektrum: 236.