Puccinia urticae-ripariae

Puccinia urticae-ripariae Hasler

(Synonyme: P. caricina var. urticae-ripariae (Hasler) D. M. Hend., P. urticata var. urticae-ripariae (Hasler) Zwetko)

Wirt: Ufer-Segge (Carex riparia Curtis)

Habitus

Uredien kurz strichförmig, zimtbraun, von Resten der Epidermis umgeben

Telien kurz strichförmig, schwarzbraun, von Resten der Epidermis umgeben

Uredosporen ellipsoid, stachelwarzig, Keimporen mit farbloser Kappe

Uredosporen 32-37 x 23-30 µm

Teliosporen zweizellig, am Scheitel bis auf 8 µm verdickt, 55-65 x 17-20 µm

Sporulationszeitraum: Juni – Dezember

Fundort: z.B. D, Niedersachsen, Lkr. Gifhorn, Hülperode, 02.04.2011.

Wirtsspektrum: 0,I: auf Urtica, II,III: auf Carex riparia

Bemerkung: Dieser Rostpilz vollführt einen Wirtswechsel. Im Frühjahr/Frühsommer werden die Spermogonien und Aezien auf den Blättern der Brennnessel (Urtica) gebildet. Im Sommer/Spätherbst wechselt der Pilz auf Ufer-Segge (Carex riparia) um dort seine Entwicklung mit der Ausbildung von Uredien und Telien zu vollenden.

Zerstreut auf diesem Wirt in Deutschland (Klenke & Scholler 2015, eigene Beobachtungen).

Verwechslungsarten: Zahlreiche weitere Rostpilze auf Seggen; siehe Klenke & Scholler (2015).


Gäumann, E. (1959): Die Rostpilze Mitteleuropas mit besonderer Berücksichtigung der Schweiz. – Beiträge zur Kryptogamenflora der Schweiz 12: 626.

Klenke, F., Scholler, M. (2015): Pflanzenparasitische Kleinpilze. Bestimmungsbuch für Brand-, Rost-, Mehltau-, Flagellatenpilze und Wucherlingsverwandte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. – Berlin, Heidelberg: Springer Spektrum: 252.